4. Schlussbetrachtungen

Das Thema „Emotionen“ ist ein vergleichsweise neues Forschungsfeld in der Geschichtswissenschaft. Die Untersuchung von Emotionen als historischem Faktor, die sowohl Geschichte haben als auch Geschichte machen (Frevert), ist daher noch mit theoretischen und methodischen Unsicherheiten verbunden. Die menschliche Existenz ist ohne Emotionen nicht denkbar, sie begleiten jede menschliche Entscheidung und Handlung. Doch um sie in ihrer historischen Wirkung zu erforschen, ist aufgrund der Ambivalenz und Vielschichtigkeit des Themas methodische Offenheit und interdisziplinärer Austausch notwendig, ohne dabei wissenschaftlich etablierte Methoden und genuin historische Fragestellungen zu vernachlässigen.

Dies ist der Anspruch dieser Arbeit, in der die Angst nach Ausbruch des Koreakriegs in der westdeutschen Bevölkerung und bei Konrad Adenauer als politischer Person im Jahr 1950 untersucht wurde. Die Leitfragen dieser Arbeit lauten:

1.    Wie lässt sich der Faktor „Angst“ als Historiker untersuchen?

2.    Welche Bedeutung hatte der Faktor „Angst“ vor dem Koreakrieg 1950 in Westdeutschland für Politik und Bevölkerung?

3.    Welche Erkenntnisse lassen sich aus diesem Beispiel für die historische Erforschung von Angst im Speziellen und Emotionen im Allgemeinen gewinnen?

Um für die Untersuchung des Faktors „Angst“ vor dem Koreakrieg im Kapitel 1 dieser Arbeit eine möglichst stabile, methodische und theoretische Basis zu schaffen, wurde in Kapitel 1 zunächst eine Auswahl von historischen und interdisziplinären Emotions- und Angsttheorien erörtert, diese in Hinblick auf ihren Nutzen für die Historiographie diskutiert und die verwendeten Schlüsselbegriffe „Emotion“ und „Angst“ definiert.

Die Analyse der interdisziplinären Forschungsergebnisse zeigt auf, dass Emotionen sowohl biologisch basiert als auch kulturell geprägt sind, was die historische Untersuchung überhaupt erst sinnvoll macht. Emotionen werden nicht mehr als irrationale, körperliche Kräfte definiert, die bei höher entwickelten Zivilisationen durch Vernunft besser kontrolliert werden, sondern als Teil unserer mentalen Prozesse und als notwendige Voraussetzung für die Fähigkeit, Entscheidungen treffen zu können. Daher muss, historisch gesehen, die Zuschreibung von Emotionalität immer auf ihre immanente Zuschreibung von Rationalität überprüft werden. Nur verbal ausgedrückte Emotionen werden in den historischen Quellen offensichtlich. Trotzdem haben sie auch eine körperliche Seite, die in Form emotionaler Gesten (Althoff) wie Weinen oder einem Wutausbruch Ausdruck finden kann, ohne dass zugleich die Frage nach der Authentizität dieses Ausdrucks im Rahmen eines modernen Anspruchs gestellt werden soll. Der Historiker, ein „Gefangener der Sprache“ (Aschmann), muss daher versuchen „zwischen den Zeilen“ zu lesen und innovative Methoden zu nutzen, um sein Forschungsobjekt zu untersuchen. Dazu ist aufgrund der Vielschichtigkeit der Emotionen die bereits erwähnte Interdisziplinarität und methodische Offenheit im Sinne der Annales-Historiker notwendig, ohne dabei die Grenzen der Wissenschaft zu überschreiten, wie es durch die psychoanalytischen Theorien der Psychohistorie geschehen ist, deren Thesen nicht kritisch überprüfbar sind und so zu einem schlechteren wissenschaftlichen Ruf der historischen Emotionsforschung insgesamt beigetragen haben.

Angst gehört zu den am besten erforschten Emotionen in der Psychologie und ist Teil der menschlichen Existenz, weshalb Angst auch in Religion und Philosophie thematisiert wird. Der christliche Glaube hilft bei der Transformation von unkontrollierbarer Todesfurcht zur Gottesfurcht. Dies ist historisch von Bedeutung, da Glaube den Umgang der Menschen mit ihrer Angst prägt und so zu einem zeitgenössischen Verständnis der Angst beiträgt. Der Existenzphilosoph Kierkegaard sieht Angst als auszeichnendes Merkmal des Menschseins und trennt „Furcht“, die auf bestimmte Objekte gerichtet ist, von unbestimmter „Angst“. Bourke schlägt wegen der immanenten Zu- oder Abschreibung von Rationalität dieser historisch häufig genutzten, aber dennoch problematischen Unterscheidung für die historische Analyse die Terme „Hintergrund- und Situationsemotion“ vor, die sich hier als hilfreicher erwiesen haben.

Die Neurowissenschaften haben die biologischen Grundlagen der Angst intensiv untersucht: Im Gehirn gibt es zwei Nervenbahnen mit der Amygdala im Zentrum, die bedrohliche Sinnesreize erkennen helfen: eine schnelle, aber ungenaue und eine langsame, eher analytische Nervenbahn. In der Psychologie wird zwischen Schreck, Furcht und Angst unterschieden: Schreck ist eine spontane, evolutionäre angelegte Reaktion, daher von geringem Interesse für den Historiker. Furcht wird durch Konditionierung erlernt, kann unbewusst stattfinden und bezieht sich meist auf konkrete bedrohliche Objekte in der Wahrnehmung. Worauf sich Furcht bezieht, unterliegt Veränderungen, ebenso bei der Angst, die als überzeichnete Reaktion vor allem durch Erinnerung und Erfahrung verstärkt wird. Interessant ist hier besonders die Verbindung zum Gedächtnis: Das Angstgedächtnis ist kaum auslöschbar und kann nur durch Kognitionen unterdrückt werden. Die Psychologie zeigt so die zeitverbindende Funktion der Emotionen auf: Die in der Gegenwart aktuelle Angst kann als Zukunftserwartungen verstanden werden, die auf den Erfahrungen der Vergangenheit basiert. Daher wird auch zwischen Ängstlichkeit als dauerhaftem Zustand und Angst als situationsbedingter Reaktion unterschieden. Die Neurowissenschaften haben gezeigt, dass Angst sozial „ansteckend“ ist, weil das menschliche Gehirn besondere empathische Fähigkeiten besitzt. Auch die Sozialpsychologie betont die verbindende oder trennende Funktion der Angst in Gruppenprozessen, die historisch in Fremdenfeindlichkeit oder Nationalismus ihren Ausdruck finden kann, wie die Terror-Management-Theorie zeigt. Klinische Formen der Angst eignen sich nicht für die historische Untersuchung, da sie selbst in Krisenzeiten konstant bleiben.

Zur Beantwortung der zweiten Frage in Kapitel 1 wurden drei Theorien der historischen Emotionsforschung für die praktische Anwendung auf das thematische Beispiel des Faktors „Angst“ vor dem Koreakrieg aufgrund ihrer fundierten methodischen Ausarbeitung für die historische Emotionsforschung ausgewählt, nämlich die Theorie der „emotional community“ von Rosenwein, die „emotionology“ von Stearns, und die Theorie der „emotional regime“ von Reddy. Die anderen Theorien und Methoden wurden innerhalb dieses Rahmens überprüft. Je nach Quellenlage und Forschungsstand wurden innovative Methoden erprobt und deren Ergebnisse auf Kohärenz überprüft.

Die Anwendung dieser Methoden erforderte zuerst die Untersuchung der historischen Hintergründe auf nationaler wie internationaler Ebene, vor allem durch Darstellung der Fakten, die Angst als historischen Faktor interpretieren helfen (Kapitel 3.1). Dort zeigt sich, dass der Faktor „Angst“ in den internationalen Beziehungen des Kalten Krieges ein zentrales Charakteristikum ist, ohne den sich die historischen Sachverhalte nicht erklären lassen. Die Situation in Deutschland war besonders von den internationalen Spannungen geprägt und war, ähnlich zur koreanischen Situation, durch die „Frontlage“ zwischen amerikanischem West- und sowjetischem Ostblock besonders exponiert. Der Koreakrieg veränderte die internationale Lage nicht nur durch den militärischen Konflikt selbst, sondern auch durch die veränderten Bedrohungsperzeptionen der politischen Führungskräfte. Er ermöglichte so einer raschere Wiederbewaffnung und Westbindung Deutschlands, trotz des Antimilitarismus in der Bevölkerung und der Sorgen Frankreichs und Großbritanniens vor einem wiedererstarkenden Deutschland. Der Koreaboom stabilisierte die deutsche Wirtschaft in Form des „Wirtschaftswunders“ nachhaltig und schuf die für die Bevölkerung bedeutsame wirtschaftliche Sicherheit.

In Kapitel 3.2 wird die westdeutsche Bevölkerung mit Rosenweins Theorie der „emotional community“ untersucht. Dies sind flexible soziale Gemeinschaften, die emotionale Werte teilen. Rosenwein sieht in Emotionen das Bindemittel zwischen Individuum und Gesellschaft. Dazu wurde zuerst das zeitgenössische Verständnis von Angst mittels Analyse eines enzyklopädischen Artikels aus dem Brockhaus von 1952 und eines Vergleichs der Häufigkeit der Begriffe „Angst“, „Furcht“ und „Sorge“ in der deutschsprachigen Literatur erarbeitet. Diese Analysen ergaben, dass Angst im zeitgenössischen Verständnis von 1950 als pathologisch und irrational galt und öffentlich wenig über Angst geschrieben (und gesprochen) wurde. In einem zweiten Schritt wurde anhand von Bevölkerungsumfragen ermittelt, dass die Kriegsangst 1950 besonders nach Ausbruch des Koreakriegs anstieg und erst langsam wieder nachließ. In den Umfragen zeigte sich auch der Wunsch nach wirtschaftlicher Sicherheit deutlicher als der Wunsch nach Freiheit. Erwiesene Verhaltensreaktionen wie „Hamsterkäufe“ zeugen von Panik in der Bevölkerung. Ihre Analyse dient als zusätzliche methodische Unterstützung der These einer Kriegsangst, die durch die Erinnerung an Hunger und Not geprägt ist und die Menschen daher Vorsorge treffen ließ.

Die Untersuchung der Presse als „veröffentlichter“ Meinung unterstreicht, dass diese nicht als „öffentliche“ Meinung angesehen werden darf. Etwa vier Wochen nach Kriegsbeginn wich die abgedruckte Meinung zunehmend von der öffentlichen Meinung ab und befürworteten eine Wiederbewaffnung. Die thematisierte Angst war weiterhin keine nationalspezifische, pathologische „German Angst“, denn sie war in ähnlicher Formen auch in weitere europäische Länder zu erkennen.

Insgesamt zeigt sich, dass der Koreakrieg die „hintergründige“ Unsicherheit der Nachkriegszeit in eine situativ ausgelöste Kriegsangst transformierte, die aus der Erfahrung der Kriegsvergangenheit heraus zu eine negativen Zukunftserwartungen führteund so kurzfristig über die Grenzen des „eisernen Vorhangs“ hinaus zu einem gesamtdeutschen Schulterschluss als verängstigte „emotional community“ führte.

In Kapitel 3.3 werden, angelehnt an Stearns Theorie der „emotionology“, die emotionalen Normen und Standards der westdeutschen Bevölkerung und Konrad Adenauers in Beziehung zueinander untersucht. Diese emotionalen Standards, die zwischen Individuum und Gesellschaft vermittelnd wirken, sind für  Stearns die Faktoren des sozialen Wandels.

Adenauer sah Angst als irrationale Leidenschaft an, die Zeichen von Schwäche sei und daher nicht gezeigt werden dürfe. Adenauer gilt weithin als „Staatsmann der Sorge“ und nicht der Angst, was jedoch verbirgt, dass er bei sich selbst bevorzugt von realistischen Sorgen sprach, bei der Bevölkerung aber von Angst und Furcht als irrationalen Kräften. Er selbst kontrollierte seine Angst durch seinen Glauben, durch Merksätze und historisches Wissen über seine Feinde, kombiniert mit seinem genauen Einfühlungsvermögen. Diese politische Empathie fand ihre Grenzen z. B. in der Anerkennung einer „Angst“ der Sowjetunion durch eine deutsche Wiederbewaffnung, und ihren Tiefpunkt im Verlust der Empathie zum Volk, das keine Atombewaffnung wollte. Selten nutzte er emotionale, sondern eher schachzugartige, rationale Gesten, wie das berühmte Betreten des für die Hohen Kommissare reservierten Teppichs. In besonders bedrohlichen Situationen wie dem Koreakrieg schwieg er meist, was ihm später zu seinem Nachteil ausgelegt wurde. Seine Strategien der Angstbewältigung waren geprägt durch das Christentum und dessen Angsttransformation, aber auch durch Werte wie Vertrauen und Freundschaft. Seine Sicht auf den „psychologischen Zustand“ der Bevölkerung zeichnete sich durch die Zuschreibung von Unsicherheit und des Bedarfs einer Umerziehung aufgrund der traumatisierenden Erfahrungen, die es erlebt hatte, aus. Angst war für Adenauer eine Schwäche, die er in sein politisches Kalkül einbezog.

Die politische Instrumentalisierung der Angst ist eine zentrale Frage in Reddys Theorie der „emotional regime“. Reddy betrachtet „emotives“, Emotionsausdrücke, die erst durch ihren von Unsicherheit geprägten Ausdruck selbst definiert werden können, als letzte verbliebene politische Antriebskräfte, nachdem der Poststrukturalismus nur noch „kulturellen Relativismus“ erlaube. Er sieht „emotional suffering“ als Einschränkung der idealen „emotional liberty“ durch ein „emotional regime“, das Grundlage eines jeden stabilen politischen Regimes sei. Bei Adenauer lässt sich eine Strategie nachweisen, die eine „Balance der Ängste“ zur Erreichung der politischen Ziele anstrebte. Der Ausbruch des Koreakriegs schuf die Voraussetzungen für die Erreichung der Wiederbewaffnung Deutschlands, die Adenauer schon vorher vergeblich bei den Hohen Kommissaren verlangte. Adenauer transformierte die Kriegsangst zu einer Russenangst. Dabei nutze er die Eigenschaft der Angst, Objekte flexibel wechseln zu können. Damit einher ging die Strategie der Benennung eines Feindes in Form von antikommunistischer Propaganda, was Adenauer vor allem von den Amerikanern nahe gelegt wurde. Adenauer riet jedoch dazu diese erst dann einzusetzen, wenn die Amerikaner der Bevölkerung ein Zeichen der Machtentfaltung gesetzt und so die Bevölkerung aus ihrem emotionalen Neutralismus „befreit“ hätten. Auf geschickte Weise spielte er so die Ängste auf Seiten der Bevölkerung und der Alliierten gegeneinander aus, indem er eine verstärkte Präsenz der alliierten Truppen, aber langfristig auch die Wiederbewaffnung Deutschlands als daraus folgende Notwendigkeit implizierte. Nachdem die erste Kriegsfurcht abflachte, diente der Antikommunismus Adenauer als Feindbild, das er als realistisch einstufte, jedoch auch gezielt und kalkuliert einsetzte. Auch die Presse, dessen ausgewählte Vertreter er zu seinen vertraulichen „Teegesprächen“ einlud, sah Adenauer eher als politisches Instrument. Der Antikommunismus diente vor allem als Simplifizierung der Bedrohung für die Bevölkerung, die er im Kreis mit den Hohen Kommissaren und wenigen Eingeweihten zu relativieren wusste. Werte wie Vertrauen und Freundschaft dienten dabei als Orientierungsmittel.

Der Antikommunismus war jedoch auch eine der stärksten Kontinuitätslinien seit dem Dritten Reich und verweist somit auf die „longue durée“ der Emotionsnormen. Hier zeigt sich auch die Schwierigkeit, Staaten gemäß Reddy als „emotional regime“ zu bezeichnen. Aus Sicht der Gesellschaft ist eine „freie“ Äußerung von Angst oder das Wechseln der emotionalen Zustände, wie in Reddys Definition von „emotional liberty“ nur in sehr engem Maße möglich. Adenauer instrumentalisiert diese „Schwäche“ der Angst und bewegt sich dabei im Spannungsfeld zwischen Freiheit und Sicherheit. Trotzdem ist dieser Ansatz einer der spannendsten, weil er die Untersuchung geheim gehaltener Strategien notwendig macht und die Kontinuität der Emotionen trotz des historischen Wandels aufzeigt.

Die letzte Frage nach dem Erkenntnisgewinn für die historische Emotions- und Angstforschung wurde innerhalb der Kapitel durch die Anwendung von Methoden aus anderen Disziplinen beantwortet, die die genannten Ergebnisse kohärent belegt haben. Statistische Auswertungen wie das Zählen aller emotionalen Wörter der gesamten zeitgenössischen Literatur schienen aus Perspektive der neueren Geschichtswissenschaft aufgrund der Fülle der Quellen nicht machbar, haben sich hier aber durch die zunehmende Digitalisierung als einfach durchführbar erwiesen, wenn auch die Ergebnisse vorsichtig zu interpretieren sind, am besten durch Einordnung in die Ergebnisse der verschiedenen vorgestellten Methoden. Dies unterstreicht den Bedarf an interdisziplinärem Austausch, ohne dabei die eigene Disziplin und deren Methoden zu vernachlässigen. Der Austausch ist jeweils sinnvoll in beide Richtungen: So sollte auch die Psychologie die zeitliche Bedingtheit ihrer Emotionsdefinitionen reflektieren.

Der zeitliche Aspekt führt zum Ausblick, welche Fragen in diesem Rahmen noch nicht angesprochen werden konnten. Erwähnt wurde bereits die Verbindung zwischen Erinnerung und Emotion, ein Forschungsfeld, das für weiteren interdisziplinären Austausch offen ist. Weiter verfolgt werden sollte auch die Frage nach der zeitlichen Dimension der Emotion: Sie kann zwischen Sekundenbruchteilen beim Schreck wirken, über vier Wochen, was z. B. für mediale Angstwellen der Fall ist, bis hin zu Jahrzehnten, beispielsweise im Falle der emotionalen Normen. Die Rolle der Medien und die Auslöser und Folgen von „Angstwellen“, die durch diese Medien übertragen werden, könnten ebenfalls durch eine statistische Analyse emotionaler Begriffe ergründet werden, wofür jedoch das digitalisierte Datenmaterial historischer Zeitungen noch fehlt. Reddys Ansatz ist vielversprechend für die weitere Untersuchung von Geheimorganisationen wie „stay-behind“, die in Deutschland unter dem Namen „Bund deutscher Jugend – Technischer Dienst“ bekannt geworden ist, und der Hintergründe zur Entstehung der „Himmeroder Denkschrift“.

Das Beispiel des Koreakriegs hat insgesamt gezeigt, dass die Berücksichtigung des emotionalen Faktors „Angst“ zur Erklärung der historischen Sachverhalte notwendig ist, ebenso wie die Schaffung einer theoretisch und methodisch belastbaren Grundlage, auf der die historische Emotionserforschung fußen kann. Besonders die Zeit des Kalten Krieges kann als „Werkstatt“ (Greiner) für die Entwicklung von Methoden und Theorien der historischen Emotionsforschung dienen.

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