3 Der Faktor „Angst“ vor dem Koreakrieg

3.4 „Emotional regime“: Politische Instrumentalisierung der Angst

„Natürlich, daß man die Schwächen der Menschen, mit denen sie nunmal behaftet sind, als Kalkül bei allen Überlegungen einschaltet, das ist wohl klar.“[1]
Die Beurteilung der Frage nach der politischen Instrumentalisierung der Angst im Rahmen der historischen Emotionsforschung ist problematisch. Kann Adenauer, den Regierenden, ggfs. den Alliierten nachgewiesen werden, Angst bewusst und absichtlich instrumentalisiert zu haben? Muss dafür gar eine „Politik der Angst“ nachgewiesen werden, die Angst in der Bevölkerung schürt, ohne die Grundlage einer realen Bedrohung zu haben? Letztere Frage kann kaum innerhalb dieses Rahmens beantwortet werden. Für diesen Ansatz ist es wichtig, Emotionen auf ihre politische Bedeutung hin zu untersuchen und zu bewerten, denn ohne diese politischen Fragestellung ist Geschichtsschreibung für Reddy sinnlos (vgl. Kap. 2.2.3). Untersuchungsgegenstand ist ein „emotional regime“, das die emotionale Freiheit („emotional liberty“) seiner Bürger einschränkt. Der Historiker muss also nach „emotional suffering“ in den Quellen Ausschau halten. Diese Thesen sind nicht einfach zu belegen, weil eine Politik der Angst geheim gehalten werden muss, damit sie funktioniert, aber auch weil jede Zeit ihre eigenen emotionalen Normen hat und ihr eigenes Verständnis und Bedürfnis von emotionaler Freiheit im Spannungsfeld von Sicherheit und Freiheit zu jeder Zeit neu definiert. Die Quellen, die zu Entscheidungsfindungsprozessen und Strategien der westdeutschen Sicherheitspolitik Aufschluss geben könnten, sind eng umgrenzt. Adenauer hat sicherheitspolitische Themen unter hoher Geheimhaltung, meist nur mündlich ohne stenographisches Protokoll, mit wenigen Anwesenden Personen seines Vertrauens diskutiert. Die wenigen vorhandenen Geheimdokumente müssen erschlossen werden, um an die Informationen „zwischen den Zeilen“ zu gelangen, die dabei helfen können die Frage nach der Instrumentalisierung von Angst aufzuklären. Die Forschungsliteratur gibt erste Hinweise zu Adenauers Umgang mit Angst als politischem Instrument.Es lassen sich Strategien feststellen, mit Emotionen auch insbesondere Angst politisch umzugehen, die in den folgenden Kapiteln diskutiert werden: Er transformiert die Angst (Kap. 3.4.1), stimuliert sie (Kap. 3.4.2), reduziert sie durch Wertorientierung (Kap. 3.4.3) und schafft so insgesamt eine „Balance der Angst“ (Kap. 3.4.4). Ob dies eine Zuschreibung des Begriffs „emotional regime“ rechtfertigt, wird im letzten Kapitel diskutiert.Schon Anfang Juni, vor Beginn des Koreakriegs stellte sich Adenauer die Frage der zur Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland: „Welche Form eines halbwegs effektiven Verteidigungsbeitrags ist international am besten durchsetzbar? Wie überzeugt man ein Volk, das […] in großen Teilen zur Ohne-mich-Haltung neigt, von der machtpolitischen Notwendigkeit eines deutschen Wehrbeitrags?“[2] Sowohl bei der eigenen Bevölkerung als auch zwischenstaatlich gab es enormen Widerstand. Immer wieder versuchte er ohne Erfolg, die Alliierten von einer Wiederbewaffnung zu überzeugen. Die Reaktionen waren eindeutig: „’Keiner unserer Leute darf ein derartiges Gespräch [mit General Speidel und Adenauer] fortführen.’ ‚Man soll Dr. Adenauer fest und klar zu verstehen geben, daß die USA keinesfalls beabsichtigen, irgendeine deutsche Wiederbewaffnung zuzulassen.’“[3] Auch die Franzosen und Briten standen einer Wiederbewaffnung völlig entgegen. Dies war – besonders für Frankreich – mit der Angst eines erneuten Wiedererstarkens und der Möglichkeit eines weiteren Angriffs verbunden. Demontage und Reparationen sollten die deutsche Wirtschaftskraft schmälern; die deutsche Teilung kam ihnen daher entgegen. Selbst wenige Tage vor dem Koreakrieg hatte Adenauer über seine Ideen der Wiederbewaffnung mit den Hohen Kommissaren gesprochen und wurde wieder abgewiesen, weil die deutsche Bevölkerung „psychologisch“ noch nicht bereit und daher eine Wiederbewaffnung verfrüht sei.[4]Der Koreakrieg veränderte die Situation international wie national grundlegend. Er aktivierte in der Bevölkerung die Kriegsangst und führte teilweise zu panischen Reaktionen. Doch eine „Politik der Angst“ ist hier nicht direkt nachzuweisen: Biess schreibt, dass die Angst 1950 eine „spezifische Nachkriegsangst, […] nicht so sehr das Produkt einer bewusst betrieben [sic!] Politik der Angst, sondern eher eine Folge von totalem Krieg und totaler Niederlage war.“[5] In den ersten Wochen schwieg Adenauer, um die Ängste nicht noch zu vergrößern.

Doch der Koreakrieg veränderte die Meinung der USA zur Bedrohung durch die Sowjetunion. Die deutsche Wiederbewaffnung, die vorher noch undenkbar gewesen, oder zumindest erst auf Jahre bis Jahrzehnte später angesetzt worden war, wurde plötzlich als schnell durchsetzbare Notwendigkeit angesehen und besonders von den USA favorisiert. Damit setzten sie sich auch gegen den Widerstand Frankreichs und Großbritanniens durch.

Adenauer war auch schon vor dem Koreakrieg ernsthaft über die sowjetische Strategie und Expansion besorgt. Aber erst nach Beginn des Koreakriegs teilten die Hohen Kommissare Adenauers Bedrohungswahrnehmungen, und somit auch seine Schlussfolgerung, Deutschland müsse geschützt, aber auch wiederbewaffnet werden. Auch hier kann Adenauer kaum eine direkte Instrumentalisierung der Angst nachgewiesen werden. Wenn Angst eine Rolle spielte, dann bei allen Beteiligten, sowohl bei den westlichen Alliierten als auch Adenauer.

Trotzdem ist ein Nachweis solcher zentral auf Angst basierender Strategien möglich, die anhand einzelner Quellen und der Forschungsliteratur im Folgenden diskutiert werden.

3.4.1 Angsttransfer: von Kriegsangst zu Russenangst

Adenauer deutet auf seine christliche Prägung im Umgang mit Angst, wenn er sagt, dass „der Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben werden muss“.[6] Adenauer hat solche Strategien „Angst mit Angst“ zu bekämpfen schon in den frühen 1950er Jahren angewandt. Explizit erklärte er sie selbst im Mai 1957 bei der Diskussion um Atomwaffen:

„Die kommende Bundestagswahl fest im Blick, erläuterte er im Mai 1957 vor dem Parteivorstand die Lage, die sich in den letzten Wochen ergeben hatte. Es handelte sich nun, so räumte er rundweg ein, um ‚einen Kampf gegen die Angst; denn die Angst ist auch bei unseren Leuten vorhanden, die sonst zu uns halten. Deswegen kann man die Angst meiner Meinung nur mit einer größeren Angst vertreiben. Um das machen zu können, muß man erst das Maß der berechtigten Angst auf das richtige Maß zurückführen und dann weiter sagen, es wird uns noch viel schlimmer gehen, wenn wir jetzt die Hände in die Tasche stecken.’“[7]

Wenige Monate nach Ausbruch des Koreakriegs, als die erste Panik sich gelegt hatte, verschob Adenauer immer wieder den Fokus von der Kriegsangst und den wirtschaftlichen Sorgen der Bevölkerung auf die „rote Gefahr“ des „Bolschewismus“. Adenauers Emotionstransfer ist dabei kein Transfer von einer „objektloseren“ Kriegsangst zu einer „konkreteren“ Russenfurcht nach der Definition Kierkegaards, auch nicht von Hintergrundemotion zu Situationsemotion wie bei Bourke, sondern von einem emotionsbesetzten Sachverhalt (Krieg, Soldat sein, wirtschaftliche Not etc.) zu einem anderen indirekt verbundenen emotionsbesetzten Sachverhalt (Kommunismus, Verlust der christlichen Werte, Verlust der Freiheit). Hier bewahrheitet sich Nussbaums Definition der Emotionen als „object-flexible“. Adenauers Vorgehen kann als „naming an enemy“-Strategie bezeichnet werden, die durch Vereinfachungen ermöglicht, das Volk von seinem Kurs und seiner Bedrohungsperzeption zu überzeugen. Adenauer ist jedoch nicht immer negativ gegen die Sowjetunion eingestellt gewesen:

„Bemerkenswerterweise ist auch seine Einstellung gegenüber der Sowjetunion bei Kriegsende vergleichsweise günstig. […] Von dieser relativ positiven Einstellung ist schon Ende Juni [1945] nichts mehr zu spüren. Jetzt weiß er, wie sich die Russen bei und nach der Besetzung aufgeführt haben.“[8]

Am 20. April 1950 erklärte Adenauer den Journalisten, dass er „eine bestimmte psychologische Wirkung unter der Berliner Bevölkerung und der Ostzone“[9] hatte auslösen wollen, als er im Berliner Titaniapalast eine Rede gehalten hat, die zu Kritik bei den Westmächten führte, weil die erste Strophe des Deutschlandliedes gesungen wurde.

„Er [Adenauer] habe in Berlin ein starkes Bekenntnis zu einem föderativen Europa abgelegt. Er habe sich allerdings nicht dazu hergegeben, gerade dort in seiner Rede Rußland anzugreifen, was ihm von einer bestimmten alliierten Seite nahegelegt worden sei. Offensichtlich habe das den Initiatoren und auch anderen alliierten Stellen nicht gefallen. Er pflege aber nicht immer das zu tun, was die Alliierten erwarteten, und nichts liege ihm ferner als die Rolle des ‘jungen Mannes der Alliierten’.“[10]

Adenauer war sich seiner Wirkung auf die Bevölkerung mehr als bewusst. Der Hinweis darauf, dass der Angriff der Sowjetunion in seiner Rede von alliierter Seite ausging – besonders von den Amerikanern –, zeigt, dass er vor Ausbruch des Koreakriegs noch davor zurückgeschreckt war, die Sowjetunion als Bedrohung darzustellen. Es deutet sich auch schon an, dass er es bevorzugte, positive Werte, auch nationale, zu instrumentalisieren, um Angst zu steuern:

„Er will sie okkupieren und umfunktionieren. Okkupieren für die eigene Politik, so daß weder die SED noch Schumachers SPD noch die Rechtsextremen ihm mit nationalen Parolen entgegentreten können! Umfunktionieren, wie man das später genannt hatte, indem er jene Elemente der Nationalhymne herausgreift, die mit dem demokratischen Verfassungsstaat vereinbar sind: Einigkeit und Recht und Freiheit! […] Er versteht sich als Repräsentant aller Deutschen, auch der nationalen Traditionen, und hat es in der Hand, die Emotionen in Richtung vernünftiger Westpolitik oder unruhig-schweifenden Suchens nach der vorläufig verlorenen Einheit zu lenken.“[11]

Der Ausbruch des Koreakriegs änderte die Meinung Adenauers und der westlichen Welt bezüglich der Intentionen der Sowjetunion. Während einer längeren öffentlichen und politischen Schweigephase, die er zur Rekonvaleszenz im schweizerischen Bürgenstock verbracht hatte, traf er sich am 17. Juli 1950 mit den Hohen Kommissaren auf dem Petersberg, um mit ihnen die Sicherheitslage zu besprechen. Im kleinen Kreis diskutierten sie ganz offen über die Nutzung von Propaganda, um die Bevölkerung zu beeinflussen: Der Kommunismus sollte hier als bedrohliches Bild dienen, doch Adenauer lehnte zunächst ab:

„Er wolle zunächst zu der Äußerung Herrn McCloy’s Stellung nehmen, daß im Westen eine stärkere antikommunistische Propaganda erforderlich sei. […] Eine Propaganda gegen die Ostzone, gegen den Kommunismus würde gegenwärtig völlig falsch sein. Die Bundesregierung würde damit in der öffentlichen Meinung und bei der Bevölkerung nur Kredit verlieren. Erst wenn eine Manifestation der alliierten militärischen Macht eingetreten sei, könne man erneut mit der Propaganda einsetzen.“[12]

Die Präsentation alliierter Macht und die Erweiterung der deutschen Souveränität waren bald erreicht und nun war auch Adenauer bereit, Propaganda zur Beeinflussung der Emotionen der deutschen Bevölkerung einzusetzen. Doch viel entscheidender war, dass zuerst der Ausbruch des Koreakriegs und die damit einhergehende Bedrohungsperzeption die internationale und westdeutsche Meinung änderte. Erst dadurch ist es Adenauer möglich geworden, den Kommunismus verstärkt als Bedrohungsbild zu nutzen.

3.4.2 Angststimulation: „Die Lage war noch nie so ernst“

Adenauer wurde immer wieder vorgeworfen, die Bedrohungen durch die Sowjetunion zu übertreiben. Oft nutze er bei Reden im Parlament die Wendung: „Die Lage war noch nie so ernst“, sodass sie schon bald als geflügeltes Wort galt.[13] Einerseits nutzte er diese Phrase, um die Disziplin im Parlament zu wahren, andererseits, um die Parlamentarier auf seinen Kurs zu bringen. Auch die Bevölkerung wurde durch die stetig wiederholte Erinnerung an die kommunistische Bedrohung quasi zur „Russenfurcht“ konditioniert. Dieser Prozess wurde laut Schildt aber erst durch die vielfach schlechten Erfahrungen nach dem Zweiten Weltkrieg mit russischen Soldaten ermöglicht.[14]

Im Gespräch mit den Hohen Kommissaren im Juli 1950 versuchte Adenauer dagegen bewusst, „alles auszuschalten, was als Übertreibung angesehen werden könne.“[15] In der Analyse der Gefahren verglich Adenauer nur die konventionellen militärischen Kräfte, um die Gefährdung zu beschreiben. Die vorteilhafte amerikanische Atomabwehr und Flotte ließ er außer Acht, worauf der stellvertretende Hohe Kommissar der Amerikaner George P. Hays später hinwies.[16] Auf lange Sicht ging Adenauer jedoch davon aus, dass die Pattsituation hinsichtlich der Ausrüstung mit Atomwaffen zur höheren Bedeutung der konventionellen Streitkräfte führe, worin das sowjetische Militär weltweit führend war. Adenauer unterstellte Moskau im Jahr 1950 „zwar eine umfassende Erfolgschance bei einem Angriff, nicht jedoch die Absicht dazu“.[17] Darin war er sich mit den Hohen Kommissaren einig:

„Der amerikanische Kommissar versicherte dem Bundeskanzler außerdem am 12. Juli, in den kommenden ein bis eineinhalb Jahren werde in Europa noch Ruhe herrschen. Hays traf am 22. Juli die gleiche Feststellung. Ergänzend erläuterte er, man müsse die infolge des Korea-Krieges ausgelöste psychologische Situation ausnutzen, damit die Vorbereitungen in Westeuropa so energisch wie möglich vorwärts getrieben werden könnte; sie müßten schon deshalb sofort in Angriff genommen werden, weil sie eine längere Zeit beanspruchen würden.“ [18]

Die „psychologische Situation auszunutzen“ bedeutete antikommunistische Propaganda zu betreiben, wie im Protokoll der Sitzung der Hohen Kommissare mit Adenauer vom 17. Juli 1950 nachzulesen ist. Adenauer antwortete noch mäßigend auf McCloys Vorschlag, Propaganda gegen den in der Bevölkerung verbreiteten „emotionalen Neutralismus“[19] einzusetzen. McCloy erinnerte daraufhin „an die Lage Berlins bei Beginn der Blockade. Die Bevölkerung habe sich mutiger bewiesen als die Bevölkerung der Westzone, die zu stark unter Logik, Vernunftgründen und Bedenken leide“,[20]wie er als Begründung für die Notwendigkeit verstärkter Propaganda einwandte. Adenauer argumentierte, dass Propaganda zu diesem Zeitpunkt nicht den gleichen Effekt wie in der Berlinkrise hätte:

„Entfaltung der Macht habe [in Berlin] das Signal zum Widerstand gegeben. Damals sei der Glaube an die militärische Macht der Vereinigten Staaten auch in Westdeutschland sehr groß gewesen. Dieser Glaube habe durch Korea eine starke Beeinträchtigung erfahren. Eine Propaganda gegen die Ostzone, gegen den Kommunismus würde gegenwärtig völlig falsch sein. Die Bundesregierung würde damit in der öffentlichen Meinung und bei der Bevölkerung nur Kredit verlieren. Erst wenn eine Manifestation der alliierten militärischen Macht eingetreten sei, könne man erneut mit der Propaganda einsetzen. Man müsse die psychologische Lage des deutschen Volkes verstehen, deren wesentliches Merkmal die Apathie sei, und die sei erklärlich, wenn man an die Entwicklung seit 1914 denke.“[21]

Adenauer verband so im Gespräch mit den Hohen Kommissaren auf geschickte Weise die „psychologische Lage“ der Bevölkerung mit der Notwendigkeit der „Manifestation der alliierten militärischen Macht“, um langfristig von den Alliierten die Zustimmung, ja sogar daraus folgend die notwendige Aufforderung an die Bundesregierung zur Wiederbewaffnung Deutschlands zu erhalten, und damit wiederum mehr Souveränität für die Bundesrepublik zu gewinnen. Er argumentierte, dass die Deutschen sich erst, wenn sie in ihren Schutz (durch die Alliierten) und ihre Freiheit vertrauen könnten, sich auch stärker dafür einsetzen würden. Schon eine leichte Verstärkung der Truppen in Deutschland könne „zur Hebung der Moral“[22] beitragen, deswegen solle man „nach Möglichkeit größere Flugzeugverbände über Deutschland fliegen […] lassen, da das Motorengeräusch der Flugzeuge besser als irgend etwas anderes die Bereitschaft zur Verteidigung zeige.“[23] Die Erinnerung an die angstvollen Bombennächte und Fliegerangriffe war in der Bevölkerung sehr wohl noch wach.

Nachdem die ersten panischen Reaktionen in der deutschen Bevölkerung in Folge des Koreakriegs nachließen, wurde Angst auch innenpolitisch genutzt, wie Schildt konstatiert:

„Die konservative Bundesregierung funktionalisierte das Feindbild des asiatisch gekennzeichneten Bolschewisten auf politischen Plakaten innenpolitisch erfolgreich gegen eine Sozialdemokratie, die sich ihrerseits in der Gegnerschaft gegen den Kommunismus nicht übertreffen lassen wollte. Die Inszenierung einer ‚culture of fear’, die Organisation und die Medien von Propagandastrategien, werden mittlerweile von Historikern differenziert dargestellt. Aber das Wachhalten von Ängsten und zugehörigen Feindbildern hätte nicht ohne die Verwurzelung in Erfahrungen und deren millionenfache Kolportage unterhalb der Medienöffentlichkeit erfolgreich sein können.“[24]

Vor allem die Amerikaner legten Adenauer immer wieder nahe antikommunistische Propaganda einzusetzen. Der Hohe Kommissar McCloy sagte Adenauer im vertraulichen Gespräch auf dem Petersberg: „Er müsse erneut betonen, daß man auf dem Gebiet der Propaganda nicht negativ bleiben dürfe.“[25] Der Antikommunismus, für den später der Begriff McCarthyismus geprägt wurde, hatte seinerzeit Konjunktur in den USA.[26] Dieser „fußte vor allem auf der These, daß ein falsch verstandener Liberalismus die kommunistische Unterwanderung des Westens im Kalten Krieg erst möglich gemacht habe.“[27] Durch die Westbindung der Bundesrepublik bezog auch Adenauer Position.

Lediglich der Französische Hohe Kommissar François-Poncet drückte seine Besorgnis aus, dass durch die deutsche Wiederbewaffnung die Möglichkeit bestünde, dass die Sowjetunion sich bedroht fühle und somit gerade ein Angriff provoziert werde.[28] Auch wegen der verlustreichen Kriegserfahrungen mit Deutschland hatte Frankreich Angst vor einer Wiederbewaffnung Deutschlands.

Schildt sieht daher den Antikommunismus, von Adenauer meist „Bolschewismus“ genannt, als eine der „kräftigsten Kontinuitätslinien“[29] vom Dritten Reich zur Wiederaufbaugesellschaft der Bundesrepublik, die Adenauer für seine Politik zu nutzen wusste. Die „Russenfurcht“ der deutschen Bevölkerung wurde so kontinuierlich instrumentalisiert und beweist so die „longue durée“ der Emotionen (vgl. Kap. 2.2.1).

Die Rolle der Medien bei der Instrumentalisierung von Angst soll nur kurz angerissen werden. Bekannt ist bereits, dass Adenauer im Rahmen der Teegespräche ein enges Verhältnis zu vertrauten Journalisten pflegte, denen er „Hintergrundwissen“ vermittelte, das nicht direkt veröffentlich wurde, sondern den Chefredakteuren in den Redaktionen bekannt sein und so in die tägliche Arbeit einfließen sollte. Wie bereits erwähnt wurden die Teegespräche in der Zeit um den Koreakrieg nicht mitstenographiert. Interessant wäre hier zu untersuchen, wie es zum Meinungswandel bezüglich der Wiederbewaffnung in einigen Zeitungen etwa vier Wochen nach Beginn des Koreakriegs kam (vgl. Kap. 3.2.4). Adenauer instrumentalisierte nicht nur den Antikommunismus für seine Ziele (und nutzte dazu seinen Einfluss auf die Presse), sondern er verband die Angst vor dem Kommunismus mit der Orientierung auf bestimmte Werte, wie im Folgenden gezeigt wird.

3.4.3 Wertorientierung: Sicherheit und Freiheit

Adenauer war kein gefühlsloser und moralfreier Fürst, den die Bevölkerung fürchten musste, so wie Machiavelli ihn beschrieben hat.[30] Angst und deren Bekämpfung waren aber auch nicht die „Dialektik innerer Ängste“, in der er ständig lebte.[31] Seine politische Strategie zielte auf die Werte Freiheit und Sicherheit ab, die er durch einen Gewinn von Souveränität verbunden mit der Wiederbewaffnung, nicht aber durch Neutralität oder eine Wiedervereinigung ohne freie Wahlen in ganz Deutschland durchsetzten wollte. Das Erreichen dieser Ziele unterstützte er durch die Hervorhebung und Simplifizierung von Bedrohungsszenarien.

Einen Eindruck von seinen Überzeugungen bezüglich der Wiederbewaffnung gibt der Brief, den er am 15.11.1950 an seinen Freund Dannie Heineman sandte. Darin schrieb Adenauer:

„Ein Volk wird nur dann Opfer für seine Freiheit bringen, wenn es überzeugt ist, im Besitze dieser Freiheit zu sein. Diese Überzeugung besteht im deutschen Volke noch nicht und kann auch noch nicht bestehen. In einer sichtbaren und die breiten Massen überzeugenden Weise müssen, wenn das deutsche Volk Kontingente stellen soll, Beweise dafür gegeben werden, daß dem deutschen Volke seine Freiheit in kürzester Frist wiedergegeben wird.“[32]

Für Adenauer waren es vor allem die christlichen Werte, die er durch den Kommunismus gefährdet sah, aber auch Freiheit und Sicherheit. Die Bedrohung, die von der Sowjetunion ausging, führte in der Bevölkerung zu Kriegsangst. Diese Angst bekämpfte er, indem er die Angst vor den Folgen des Kommunismus schürte. Aber das alleine reichte nicht: Ein Volk, das nur in Angst vereint ist, würde auf Dauer nicht geeint bleiben.[33] Geteilte Werte sind und waren schon damals das Bindemittel einer Gesellschaft. Auf internationaler Ebene suchte Adenauer Sicherheit und Frieden um die Angst schlussendlich abbauen:

„Auch wenn die Adenauersche Terminologie hier eher unscharf bleibt, bezog sich der internationale Abbau von Angst im Wesentlichen auf die ausländischen Staats- und Regierungschefs, deren Vertrauen im persönlichen Umgang erworben und durch irreversible außenpolitische Maßnahmen – wie die Westbindung oder die europäische Integration – zementiert werden konnte.“[34]

Die Westbindung Deutschlands sollte das verlorengegangene Vertrauen zu Frankreich, Großbritannien und den USA wieder aufbauen. Das individuelle Vertrauen zwischen Staatsmännern war für Adenauer konstitutiv für das Vertrauen zwischen Staaten im Rahmen der Internationalen Beziehungen. Adenauer sah in seiner vertrauensvollen Beziehung zu John Foster Dulles eine politische Freundschaft, die aus gemeinsamen Werten und dem darauf basierenden Vertrauen entstand und die Grundlage für die deutsch-amerikanische Freundschaft war.

Der Feind, gesehen in der Sowjetunion, brachte nicht nur eine militärische Kooperation der europäischen Staaten zustande. Adenauer sah die europäische Einigung als Weg zum Frieden. Die deutsch-französische Freundschaft in Form des Elysee-Vertrags war sowohl der „Sorge um den Zerfall des Westens und der dahinter stehenden Angst vor der Bedrohung aus dem Osten“[35] geschuldet, als auch Adenauers Ziel, Europa dauerhaft zu befrieden.

Der Wert „Sicherheit“ wurde zum Markenzeichen der CDU und ließ sich auch im Wahlkampf nutzen, um die Bevölkerung zu überzeugen:

„Der höchst erfolgreiche Slogan ‚Keine Experimente’ oder auch die Parole ‚Sicher ist sicher’ instrumentalisierten geschickt die Sorge vor neuer Unsicherheit und trugen so dazu bei, daß die Rolle von ‚Sicherheit‘ als gesellschaftlicher Wertidee noch weiter gesteigert wurde. Politische Gegner waren nun schon dadurch zu denunzieren, daß man ihnen vorwarf, sie setzten leichtfertig ‚Sicherheit’ auf das Spiel, und sei es nur, indem sie für eine Veränderung des außen- und innenpolitischen Status quo eintraten.“[36]

Den Zusammenhang von Sicherheit und Angst wie Adenauer ihn im Wahlkampf nutzte, veranschaulicht Löttel:

„Seiner eigenen Aussage gemäß zielte er zunächst auf den Abbau der Angst, die er wohl durchaus als ‚berechtigt‘ anerkannte, um ihr ein ‚größeres‘, ein wirkmächtigeres Angstmotiv entgegenzusetzen, das die geminderte Angst zu überlagern imstande war. In diesem Kalkül hatte der Wähler zwischen einer stärkeren und schwächeren Angst abzuwägen und seine Entscheidung für eine Politik zu treffen, die er am ehesten mit einem Gefühl der Sicherheit verband.“[37]

Hier zeigt sich, wie die Strategien, einerseits die Angstkanalisierung auf den Kommunismus, andererseits die Orientierung auf Werte wie Sicherheit, ineinandergreifen. Für die Bevölkerung war im Nachhinein gesehen der wirtschaftliche Aufschwung nach dem Koreakrieg, daher „Koreaboom“ genannt, der entscheidendere Faktor für den vorläufigen Angstabbau. Er befriedigte das Bedürfnis der Deutschen nach wirtschaftlicher Sicherheit.[38]

3.4.4 „Balance der Angst“: Adenauers
politischen Emotionsstrategien

Adenauers Strategie ist keine reine „Politik der Angst“, sondern sie verbindet die Strategien des Angsttransfers, der Angststimulation und der Wertorientierung als Gegenmittel zur Angst, zu einer Balance der Angst „bei der die Mobilisierung von Ängsten immer auch mit politischen Strategien ihrer Kontrolle und Eindämmung einherging.“[39]

Adenauer selbst zeigte in einem Brief an den Journalisten Freeman den Zwiespalt auf, in dem er bei seinen Reden stecke, um einerseits Rücksicht „auf die Gefühle des Auslands“ zu nehmen, andererseits Einfluss auf die deutsche Bevölkerung nehmen zu können, damit diese keinen Schaden erleide.

„Ich muß besorgt sein, daß das Letztere [der Schaden an der Bevölkerung] nicht eintritt, weil ich genügend Einfluß im deutschen Volke haben muß, um es in die westliche Gemeinschaft hineinzuführen. Ich bitte Sie, daher zu verstehen, daß ich bei der Wahl meiner Ausdrücke und bei meinen Formulierungen immer zwischen Szylla und Charybdis hindurch muß.“[40]

Adenauers Politik bewegte sich zwischen „containment of fear“ und „politics of fear“: Er spielte Ängste aus, um Freiheit, Souveränität und Wiederbewaffnung zu erhalten, durfte aber die Angst nicht zu groß werden lassen, damit diese Werte nicht wieder selbst bedroht wurden.

„Weiterhin wird deutlich, dass das Spielen auf der Klaviatur der Ängste nicht nur der Feindbilder, sondern auch einer positiven Perspektive bedurfte, die durch die Integration in die starke westliche Staatengemeinschaft zur Verfügung gestellt wurde. Die Herstellung einer solchen angstökonomischen Balance bildete ein Kern der Staatskunst im Kalten Krieg.“[41]

Diese Technik wandte Adenauer mehrfach an, doch 1950 zeigte sich erstmals der Vorteil seiner Strategie und er wurde später mit dem Erfolg bei den Bundestagswahlen, einem Souveränitätsgewinn der Bundesrepublik und der Einbindung in die westliche Staatengemeinschaft, wenn auch nicht in die EVG, so doch in die NATO, belohnt.

Auch bezüglich Beziehungen zwischen China und der Sowjetunion sah er die Chancen und Gefahren der Angst der Sowjetunion vor China und der Anwendung seiner Angst-Strategien:

„Während die auf ‚Rotchina’ bezogene Angst virulent bleiben sollte, ohne die kritische Marke zur Aggression zu überschreiten, war die Angst vor dem Westen sukzessive abzubauen, ohne dass dies als Zeichen der Schwäche ausgelegt werden könne.“[42]

Solche Strategien setzen einen Sinn für die emotionale Lage des Gegenübers voraus. Adenauer war sich seiner empathischen Fähigkeiten, die aus historischen Kenntnissen gespeist waren, durchaus bewusst. 1962 sah er die „Erschlaffungstendenzen“ der US-Außenpolitik als „Ausdruck eines kollektiven Empathiedefizits“.[43] Auch hier ist die Balance-Strategie zu erkennen:

„So sollten die Russen ihre Angst vor den Amerikanern abbauen, ohne den Eindruck zu gewinnen, als handle der Westen seinerseits aus Angst heraus. Zugleich sollten die Amerikaner ihre Angst vor den Russen zwar ebenfalls verlieren – aber nicht auf eine Weise, die ihm politisch unvorteilhaft erschien (und zwar in dem Sinne, dass sie in ihrer Nachgiebigkeit noch bestärkt werden würden). Deshalb vermittelte er gegenüber Vertretern der US-Regierung mit Blick auf die Sowjetunion abwechselnd Entspannungsbotschaften und Aggressionsszenarien. […] Den befürchteten Appeasement-Tendenzen suchte er entgegenzusteuern, indem er das Bild der „kommunistischen Weltgefahr“ an die Wand malte.”[44]

Angesichts des Umgangs mit den Bedrohungsvorstellung der Sowjetunion angesichts der Wiederbewaffnung Deutschlands, der Gründung der NATO und der Wiederaufrüstung Amerikas lassen sich bei Adenauer jedoch auch Empathiedefizite feststellen. Zusammengenommen mit dem ängstlichen Charakter Stalins und einer „Strategie der Stärke“ stellte sich ein Bild dar, das nicht unbedingt eine politische Entspannung implizierte. Doch „Abzuwarten“ oder Neutralismus war angesichts der kommunistischen Gefahr für Adenauer 1950 keine Optionen, das hatte er Heinemann schon mitgeteilt. Erst viel später war die Aufnahme diplomatischer Kontakte auf Anregung der Sowjetunion für ihn eine Möglichkeit, um 1955 die Rückgabe der letzten „10.000“ Kriegsgefangenen, seinen größten politischen Erfolg aus Sicht der Bevölkerung, zu erreichen.

Weiterhin gelang es Adenauer nicht, diese Strategie der Stärke „unter Einbeziehung und Würdigung der kollektivpsychologischen ‚emotionalen’ Aspekte der Debatte“ nach außen darzustellen und die Ängste der Zeit anzusprechen. Erst Gerstenmaier, der Bundestagspräsident, fand dafür die geeigneten Worte in einer Rede gegen die Angst bei der Bundesvorstandssitzung am 11. Mai 1957:

„Mit klaren Worten benannte er die beiden großen Ängste der Zeit, die ‚Szylla des Atomtodes‘ und die ‚Charybdis der Versklavung durch den Bolschewismus‘ zeigte aber auch Verständnis für ein ‚gequältes menschliches Herz‘, das sich vor dem teuflischen Dilemma in eine ‚Ohne mich‘-Haltung flüchtete.“[45]

Dies gilt genauso für die „Szylla der Kriegsangst“, die in den 1950er Jahren prävalent war. Adenauer gelang es nicht, den „Assoziationszusammenhang zwischen Politik und Sicherheit, den die Bundesregierung über Jahre hinweg für sich hatte reklamieren können“ [46] wiederherzustellen.

Kann nun der Bundeskanzler des Jahres 1950 als Kanzler eines „emotional regime“ bezeichnet werden? Adenauer wusste um die Strategien, die „kollektiven Ängste über antikommunistische Propaganda einerseits zu stimulieren, sie aber andererseits mit seinem Sicherheitsversprechen auch wieder einzudämmen“, die Biess als „politische[n] Geniestreich“ auszeichnet.[47] Insgesamt lässt sich durchaus sagen, dass die 1950er Jahre bezüglich der restriktiven Angstnormen und der politischen Instrumentalisierung, die Zeit eines „emotional regime“ waren. Angst wurde pathologisiert und zu einem irrationalen Zeichen von Schwäche stilisiert, mit dem die Bevölkerung kalkuliert gelenkt werden sollte.

Grundsätzlich bestand das emotionale Paradox der frühen Nachkriegszeit darin, dass massive Ängste mit einer antiemotionalen Gefühlskultur einhergingen, die die Artikulation von Ängsten weitgehend untersagte. Selbst oppositionelle Bewegungen der 1950er Jahre wie etwa Kampf dem Atomtod argumentierten nicht direkt mit Angst, sondern präsentierten sich als rationale Alternative zur offiziellen Politik der Abschreckung.“[48]

Hier wird aber auch die Grenze des Ansatzes Reddys aufgezeigt: War es wirklich Adenauer, der diese „antiemotionale Gefühlskultur“ prägte und damit Verantwortung für diese hat, oder war es nicht vielmehr die Emotionskultur, in der die „emotional community“ ihre Normen festlegte und damit auch selbst als Gesellschaft insgesamt das „emotional suffering“ der Individuen verursachte? Dazu müsste genau dargelegt werden, welchen Einfluss die Propaganda, als die Definition und Interpretation der Bedrohungsszenarien auf die Emotionen der Bevölkerung hatten.


  1. Adenauer/Gaus: „Konrad Adenauer (29. Dezember 1965): Ich habe mich nie beirren lassen“, S. 401.
  2. Schwarz: Adenauer. Der Aufstieg: 1876-1952, S. 728.
  3. Ebd., S. 581.
  4. Conze: Die Suche nach Sicherheit, S. 71.
  5. Biess: „‚Jeder hat eine Chance‘. Die Zivilschutzkampagnen der 1960er Jahre und die Angstgeschichte der Bundesrepublik“, S. 64.
  6. Buchstab, Günter (Hrsg.): Adenauer: „Wir haben wirklich etwas geschaffen“. Die Protokolle des CDU-Bundesvorstandes 1953-1957, Düsseldorf: Droste 1990 (Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte 16), S. 1240.
  7. Löttel: „Des ‚Emotionalen Herr werden‘: Konrad Adenauer und die ‚Angst vor der Atombombe‘ im Jahr 1957“, S. 216;  vgl. Buchstab (Hrsg.): Die Protokolle des CDU-Bundesvorstandes 1953-1957, S. 1236.
  8. Schwarz: Adenauer. Der Aufstieg: 1876-1952, S. 445f.
  9. Adenauer: Teegespräche 1950-54, S. 7: Tee-Empfang vom 20. April 1950.
  10. Ebd., S. 8.
  11. Schwarz: Adenauer. Der Aufstieg: 1876-1952, S. 708.
  12. Dokument Nr. 12 (4.12): Besprechung der drei Hohen Kommissare mit dem Bundeskanzler“, in: Kabinettsprotokolle Online (17.08.1950), http://www.bundesarchiv.de/cocoon/barch/0000/k/k1950k/kap1_4/para2_12.html [abgerufen am 08.11.2011].
  13. Kortmann, Bernhard und Fritz Wolf: Die Lage war noch nie so ernst. Konrad Adenauers geflügelte Worte, Bergisch Gladbach: Lübbe 1993.
  14. Schildt: „German Angst“, S. 35f; vgl. Stöver, Bernd: Die Befreiung vom Kommunismus. Amerikanische Liberation Policy im Kalten Krieg 1947-1991, Köln: Böhlau 2002.
  15. Dokument Nr. 12 (4.12): Besprechung der drei Hohen Kommissare mit dem Bundeskanzler“.
  16. Wiggershaus: „Bedrohungsvorstellungen Bundeskanzler Adenauers nach Ausbruch des Korea-Krieges“, S. 94.
  17. Ebd., S. 79.
  18. Ebd., S. 98.
  19. Schumacher: Kalter Krieg und Propaganda, S. 183: dort findet man die Definition: „[...] any attitude which involves a disinclination to coorperate with U.S. objectives in the cold war and in a possible hot war, combined with a similar disinclination or, at worst, a hesitation to go as far as to coorperate with USSR objectives [...]“.
  20. Dokument Nr. 12 (4.12): Besprechung der drei Hohen Kommissare mit dem Bundeskanzler“.
  21. Ebd.
  22. Ebd.
  23. Ebd.
  24. Schildt: „German Angst“, S. 36.
  25. Dokument Nr. 12 (4.12): Besprechung der drei Hohen Kommissare mit dem Bundeskanzler“.
  26. Stöver: Die Befreiung vom Kommunismus, S. 272.
  27. Stöver: Der Kalte Krieg 1947-1991, S. 229f.
  28. Dokument Nr. 12 (4.12): Besprechung der drei Hohen Kommissare mit dem Bundeskanzler“.
  29. Schildt: „German Angst“, S. 36f.
  30. Machiavelli, Niccolò: Der Fürst, hrsg. v. Max Oberbreyer, übers. v. August Wilhelm Rehberg, Köln: Anaconda 2010.
  31. Schwarz (Hrsg.): Konrad Adenauers Regierungsstil, S. 132.
  32. Adenauer: Briefe 1949–1951, S. 306f: Brief Nr. 347 vom 15.11.1950.
  33. Robin: Fear, S. 6.
  34. Löttel: „Des ‚Emotionalen Herr werden‘: Konrad Adenauer und die ‚Angst vor der Atombombe‘ im Jahr 1957“, S. 208.
  35. Löttel: „Geschärfte Wahrnehmung“, S. 94.
  36. Conze: „Sicherheit als Kultur“, S. 369f.
  37. Löttel: „Des ‚Emotionalen Herr werden‘: Konrad Adenauer und die ‚Angst vor der Atombombe‘ im Jahr 1957“, S. 216.
  38. Schildt: „German Angst“, S. 41.
  39. Biess: „‚Jeder hat eine Chance‘. Die Zivilschutzkampagnen der 1960er Jahre und die Angstgeschichte der Bundesrepublik“, S. 67.
  40. Adenauer: Briefe 1949–1951, S. 199: Brief Nr. 224 vom 27.4.1950.
  41. Schildt: „German Angst“, S. 37.
  42. Löttel: „Geschärfte Wahrnehmung“, S. 90.
  43. Ebd.
  44. Ebd.
  45. Löttel: „Des ‚Emotionalen Herr werden‘: Konrad Adenauer und die ‚Angst vor der Atombombe‘ im Jahr 1957“, S. 218f.
  46. Ebd., S. 219.
  47. Biess: „German Angst“, S. 30.
  48. Ebd., S. 30f.

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